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Gleitzeit und Teilzeitarbeit macht zufriedener

HR-Barometer des Jahres 2010 zeigt positive Wirkung der Arbeitsflexibilität. Angestellte in der Schweiz sind zufriedener, wenn sie flexible Arbeitsbedingungen haben. Bei Kurz- oder Schichtarbeit ist aber das Gegenteil der Fall. Zu diesem Schluss kommt das Schweizer Human-Relations-Barometer (HR-Barometer) 2010 von Universität und ETH Zürich.

(sda) 65 Prozent der arbeitstätigen Schweizer Bevölkerung profitiert von Gleitzeiten und Teilzeitarbeit, wie die Universität und ETH Zürich am Donnerstag mitteilten. Die Beschäftigten beurteilen Arbeitszeitmodelle umso positiver, je mehr Flexibilität diese zulassen - ausser es handelt sich um Kurz- oder Schichtarbeit.

Je flexibler, je loyaler

 

Arbeitnehmer, die mit der zeitlichen Flexibilität zufrieden sind, haben geringere Kündigungsabsichten und sind gegenüber ihrem Arbeitgeber loyaler. 17 Prozent der Beschäftigten leisten Schicht- oder Kurzarbeit oder haben befristete Arbeitsverträge. Personen, die unfreiwillig in einem solchen Anstellungsverhältnis stehen, berichten von Arbeitsplatzunsicherheit, gebrochenen psychologischen Verträgen und Kündigungsabsichten.

Beliebte Telearbeit

Die Wahl des Arbeitsortes ist naturgemäss stärker eingeschränkt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Bei über 20 Prozent der Befragten erlaubt der Arbeitgeber aber Telearbeit. Die Nachfrage sei allerdings grösser. Zwei Drittel der Befragten würden gerne mehr von zu Hause aus arbeiten. Dies würde sich auch für die Arbeitgeber lohnen: Mit mehr Freiheiten bei der Wahl des Arbeitsortes steigt auch die Zufriedenheit der Beschäftigten.

Mütter arbeiten teilzeit, Väter vollzeit

Das diesjährige HR-Barometer befasst sich zudem mit familienorientierter Personalpolitik. Bei den Beschäftigten würden sich vorwiegend traditionelle Muster zeigen. Während die Mütter Teilzeit arbeiten und den Grossteil der Kinderbetreuung übernehmen, ist die Mehrheit der Väter vollzeitbeschäftigt. 12 Prozent der Arbeitnehmenden betreuen andere Familienangehörige, wie etwa betagte Eltern.

Die Basis des HR-Barometers 2010 sind 1359 Interviews mit Beschäftigten, die von März bis Mai 2009 telefonisch durchgeführt wurden. Davon sind 1041 aus der Deutschschweiz und 318 aus der Westschweiz. Das Barometer wird jährlich von Bruno Staffelbach von der Universität Zürich und Gudela Grote von der ETH Zürich durchgeführt. Die aktuelle Ausgabe widmet sich den Schwerpunktthemen Arbeitsflexibilität und Familie.

 

Quelle:

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/gleitzeit_und_teilzeitarbeit_macht_zufriedener_1.5242433.html

 

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